Detektiv-Geschichten

Das Liebesnest

… über die Autobahn gen Osten… die Detektive folgen ihm… „Wollte der nicht zu einem Seminar?“

Die Detektive reden die ganze Zeit am Telefon, bis plötzlich einer der beiden sagt: „… der wird doch nicht.. die fahren doch jetzt nicht echt nach Prag?!“

„Hast du deinen Ausweis mit?“ fragt ein Detektiv den anderen. „Natürlich nicht, ich bin nur kurz ins Auto gesprungen als du mich angerufen hast.“

„Ich ruf mal die Klientin an, leg mal kurz auf.“ sagt der Einsatzleiter.

Der Einsatzleiter ruft die Ehefrau des vor ihm fahrenden Fahrers an.

Die Klientin wirkt aufgewühlt und völlig angespannt. Am Telefon sagt sie: „Fahren sie weiter. Verfolgen sie ihn. Ich will`s wissen. Der soll mich nicht weiter veralbern. Der kommt mit seinen Lügen immer davon…“

An einer Kreuzung in Dresden bleibt der Ehemann der Klientin an einer Ampel stehen. Die Geliebte legt ihren Kopf auf seine Schultern.

Die Hatz durch Dresden ist anstrengend. Rush Hour. Alles steht. Der Ehemann ist kaum zu halten. Beide Detektive bleiben an dessen Fahrzeug, mal direkt dahinter, mal mit großem Abstand. Das Glück ist heute auf der Seite der Detektive.

Plötzlich fährt er wieder aus der Stadt, wieder in Richtung Autobahn, wieder in Richtung Prag.

Der Abstand ist zu groß, er ist kaum noch zu halten. Und dann, doch… „da vorn fährt er, er fährt ab, ich habe ihn wieder…“ ruft ein Detektiv ins Telefon.

Die Klientin wird permanent informiert. Das Jonglieren mit den Anrufen gelingt. Sie sagt hart und bestimmend: „Fahren sie weiter. Folgen sie“.

Es wird langsam später, der Abend beginnt. Die Straßen werden schmaler. Die schroffen und zu dieser Tageszeit unwirklich erscheinenden Felsen des Elbsandsteingebirges nehmen die Detektive nicht wahr. Sie sind fixiert auf ihr Ziel, den Ehemann, die Geliebte.

Eine Sackgasse. Beide Ermittler müssen den Ehemann fahren lassen, um die Diskretion nicht zu gefährden, um die Klientin zu schützen.

Nach wenigen Sekunden des Wartens folgen die Detektive der Spur des Fahrzeuges, in die Sackgasse, zum Liebesnest.

Der Ehemann steht bereits mit der Geliebten vor dem Fahrzeug. Beide wirken entspannt und lachen.

Verliebt und blind für andere Dinge ziehen der Ehemann und seine Geliebte die Koffer hinter sich her, als sie in ihr Hotel gehen.

Beide Detektive sind jetzt entspannt. Erfolg. Er hat sie zum Liebesnest geführt.

Der Einsatzleiter telefoniert mit der Klientin, der betrogenen Ehefrau. „Seien sie stark…..“

Am nächsten Tag erhält der Einsatzleiter einen Anruf von der betrogenen Ehefrau….

„… ich war gerade bei ihm, habe geklopft… seine Geliebte hat das Hotelzimmer aufgemacht… ich war stark und habe ihm gesagt, er braucht nicht wieder nach Hause zu kommen…“.

Die Sachen des Ehemanns standen bereits vor dessen Auto. In Müllsäcken.

Diese Müllsäcke wirkten surreal in dieser bezaubernden Landschaft, dem Elbsandsteingebirge. Und doch verliehen sie dem Fall die nachhaltige Würze, über die man noch lange nachdenkt… als Detektiv.

Untreue

Der Privatermittler saß ihr gegenüber.

Sie erzählt ihm, dass sich ihr Mann schon seit Wochen so komisch verhält.

„ Seit diese neue Kollegin mit in seiner Abteilung arbeitet, bleibt er immer lange auf Arbeit und ist auch morgens der Erste dort….“.

Und zu Hause… da läuft seither nichts mehr. Ständig hat er sein Handy in der Hand und lächelt während er schreibt.

Mit den Gedanken ist er auch nicht mehr zu Hause. Seit zwei Wochen geht er jetzt noch ins Fitnessstudio.

Er kauft sich neue Sachen, er ist einfach nicht mehr so wie früher… und das nach 16 Jahren Ehe.

Sie liebe ihren Mann natürlich noch. Aber derzeit kennt sie ihn nicht mehr.

Sie weiß, dass da eine andere sein muss…

Die Ermittlungen in diesem Fall bestätigten die Vermutungen der Ehefrau. Ihr Ehemann lebte ein zweites Leben mit seiner Kollegin. Die Auftraggeberin hat jetzt Gewissheit und kann ein neues Leben beginnen.

Doppelleben

Es ist 07:30 Uhr. Er verlässt das Haus. Wie jeden Arbeitstag trägt er die gleiche Ledertasche mit der rechten Hand, die er in unregelmäßigen Abständen und beinah unmotiviert kontrolliert.

Manchmal ist er recht zeitig zurück von der Arbeit, sein Anzug ist dann immer voller Kreide und er riecht nach Kaffee, stinkt nach Rauch.

Er spricht nie darüber, weder seine Arbeit, die Schule, nicht über die Kinder, auch nicht über seine Kollegen.

Er erledigt seine Hausarbeit gewissenhaft und gründlich. Die Wohnung gleicht einem Krankenhaus, klinisch rein. Das Bügeln geht er leidenschaftlich an, bislang der einzig erkennbare Höhepunkt im so langweilig erscheinenden Tagesablauf dieses Mannes.

Schon über Jahre verhält er sich so.

Seine Frau fährt in ihren Ausführungen fort.

Als sie ihn eines Tages auf Arbeit besuchte, ging sie so schnell wie sie kam, aber irritiert. Er war nicht auf Arbeit.

Als er an diesem einen Tag nach Hause kommt… keine Veränderung. Er verhält sich wie immer, stellt seine Ledertasche auf die Flurgarderobe, zieht seine Jacke aus und geht dann in das Wohnzimmer.
Als er sich auf die Couch setzt, wartet sie, darauf, dass er etwas sagt, auf irgendeine Reaktion.

Nichts.

Sie spricht ihn nicht darauf an. In der Vergangenheit hat er sich immer weiter zurückgezogen, immer wenn sie in fragte, wie es auf Arbeit war oder was seine Kollegen so taten.

Immer mehr durchzog sie dieses ungute Gefühl. Ungewissheit. Was war mit ihm los? Hatte er vielleicht Probleme? Kreide? Kinder? Sie hatte Angst.

Der Druck war zu groß für sie, sie brauchte die Hilfe. Sie brauchte die Gewissheit, auch wenn die Möglichkeit bestand, dass sie Dinge erfuhr, die ihren Mann in ein anderes Licht setzen würden.

….

Ihr Telefon klingelt.

„… ihr Mann ist wie immer 07:30 Uhr aus dem Haus. Eigentlich ist alles wie sie es uns beschrieben haben. Aber wir haben etwas gefunden. Das würden wir lieber persönlich mit ihnen besprechen. Wann passt es ihnen? Es drängt.“

Sie zitterte als der Detektiv anfing zu erzählen was er an diesem Tag beobachtet hatte.

„… sie brauchen keine Angst mehr haben. Es ist leider doch anders als sie oder wir uns das im Vorfeld gedacht hatten…“

An diesem Tag kam er nach Hause, zur gleichen Zeit wie immer. Er hatte Kreide an seinem Anzug und roch nach Zigarettenrauch. Sein Atem roch nach Kaffee. Er stellte seine Ledertasche auf die Flurgarderobe, zog seine Jacke aus und ging ins Wohnzimmer. Dann setze er sich auf die Couch.
Seine Frau wartete bereits auf ihn.

„ Ich habe deine Sachen bereits in einen Koffer und mehrere Müllsäcke gesteckt. Das Zeug steht im Keller. Wenn du gehst, leg bitte deinen Schlüssel auf den Tisch… und ich wünsche dir viel Glück mit deiner neuen Familie.“

Jäger und Gejagte

Es war noch am Abend, als er zu Fuß aufbrach, sich von seinem Fahrzeug verabschiedete. Mit samt seiner Ausrüstung stampfte er lustlos durch den dunklen Wald.

Licht? Nein. Zu auffällig.

Bereits Wochen vorher hatte er im Wald einen Jägerstand gefunden, der ihm als geeigneter Beobachtungspunkt erschien.

Als Jäger verkleidet auf dem Jägerstand. Eine gute Variante.

Kurz nach Mitternacht hatte er seine Position im Jägerstand gefunden. Entspannung durchfuhr seinen Körper. Dabei dachte er… jetzt nur nicht die Spannung verlieren. Wach bleiben.

Kurz nach 1 Uhr morgens knackt es hinter ihm. Er wachte auf und zuckte zusammen. Doch eingeschlafen. Mist. Hoffentlich waren die Typen nicht schon da. Das Wild rannte am Jägerstand vorbei, ohne ihn zu bemerken. Die Tarnung stimmte also noch. Geschnarcht hatte er also auch nicht. Wild wäre ihm sonst aus dem Weg gegangen.

Nach 2. Müdigkeit. Kälte. Die Beobachtung ging in die zähe Phase über.

Seine Ermittlungen im Vorfeld zeigten, dass sie immer zwischen 2 und 4 kamen.

Zwei Scheinwerfer am anderen Ende des Feldes. Durch die Linse konnte er ihr Fahrzeug deutlich sehen. Es waren Vier. Er war allein.

Die Vier gingen koordiniert vor. Profis.

Sie liefen langsam und geräuschlos am Waldrand. Einer von ihnen hatte das passende Werkzeug dabei. Er zerschnitt auch den Zaun. Sie waren drin.

Der Puls schlug ihm bis zum Hals. Jetzt nichts überstürzen. Ihm ging die ganze Zeit durch den Kopf… lass sie, bleib ruhig… die kommen wieder raus.

Er filmte sie beim Hineingehen und verharrte bewegungslos auf dem Jägerstand. Keine Kälte mehr. Schweiß.

Die Vier kamen nach 41 Minuten zurück. Die Rucksäcke waren gefüllt. Sie schlossen das Drahtgeflecht des Zaunes. Bei flüchtigem Hinschauen sah man das Loch im Zaun nicht.

Er war jetzt in Hochspannung. Es war wie ein Film. Surreal. Es gab nur ihn und die Vier. Die Welt um ihn herum verschwand. Fokus.

Sie waren an ihrem Fahrzeug zogen ihre Kleidung aus, wechselten die Schuhe. Jetzt waren sie fertig.

Jetzt packte auch er seine Ausrüstung zusammen, Kamera weg. Runter vom Jägerstand. Schnell und leise zum Auto.

Im Auto rief er an: „Ich bin dran. Sie kommen jetzt.“

Als die Vier auf die Hauptstraße fuhren gab er ihre Fahrtrichtung an den zweiten Ermittler durch.

An der nächsten Kreuzung übernahm er. Die Vier fuhren zur Stadt.

Jetzt konnten beide Ermittler folgen. Genug Fahrzeuge auf der Straße. Die Ermittler blieben im Verborgenen.

„Guten Morgen. Wir sind gerade an einer Diebesbande dran. Ich schlage vor, dass sie jetzt übernehmen.“

Fünf Minuten später fuhren die Vier in eine Polizeikontrolle….

Keine Routine

Und nochmal von vorne.

Was wusste er?

Die Firmeninhaber hatten bereits einige Informationen über Abläufe in der Firma, Wareneingänge und Mitarbeiter geliefert. Damit ließ sich einiges anfangen.

Die Diebe gingen offensichtlich routiniert vor. Sie kannten Zu- und Abgangsmöglichkeiten aus der Firma. Sie wussten, wann die Firma unbeobachtet und leer war… und sie wussten wann sich wertvolle Ware in der Firma befand.

Profis. Die machen das regelmäßig und nicht nur in dieser Firma. Er rechnete zusammen was die Diebe an einem erfolgreichen Abend so zusammenklauten. Das wäre ein ordentliches Sümmchen.

Gut. Nachdenken.

„So, hör zu … die arbeiten mindestens zu zweit. Wir haben derzeit aber nur einen der es sein könnte. Wir müssen uns erstmal auf den konzentrieren, das wird sonst uferlos….“.

Einsatzfahrzeug packen. Starten. Position beziehen. Warten.

„Da ist er. Lass ihm etwas Platz. Die observieren sicher auch gegen. Wir brauchen kein Risiko eingehen. Der Köder ist ausgelegt, wenn er dazugehört, dann klauen die heute oder morgen. Jetzt bitte Funkstille. Ich stehe genau neben ihm.“

Es vergingen Stunden. Der vermeintliche Dieb fuhr auch los, quer durch die Stadt, aber nicht zur Firma. Er traf sich nur mit einem Freund, so schien es zu diesem Zeitpunkt. Nur ein Treffen. Nur Quatschen mit einem Freund?!

„Wir brechen den Einsatz ab, heute passiert nichts mehr. Fahr nach Hause, wir telefonieren morgen früh. Danke dir.“ Der vermeintliche Dieb hatte die Firma an diesem Tag nicht aufgesucht. Vielleicht gehörte er doch nicht zu den Tätern?

„… mich haben gerade die Firmeninhaber angerufen. Wir müssen los. Geht das bei dir? In einer Stunde treffen wir uns. Die Position schick ich dir per Whatsapp…. bis gleich“.

Da war er wieder. Wieder bei dem Freund. Aber während seiner Arbeitszeit. Ungewöhnlich.

Bis zum Abend passierte trotzdem nichts. Der vermeintliche Dieb fuhr wieder auf seine Baustelle… und arbeitete, sogar noch länger als er hätte arbeiten müssen.

Dann ging es schnell. „… der fährt wie ein Henker. So ist er gestern nicht durch die Stadt geprügelt….“. Beide Ermittler hatten große Mühe ihn in der Stadt zu halten. Die Verfolgung mit zwei Einsatzfahrzeugen war zu auffällig.

„Abbruch. Wir fahren zu Firma. Wenn er dazugehört, dann kommen sie heute eh….“.

Es verging eine Stunde. Plötzlich schoss der Puls nach oben.

„Das gibt es doch nicht. Hast du das gesehen? Das Auto des Freundes von gestern. Ich werd verrückt. Heute passiert es. Er ist gerade mit seinem Freund sehr langsam an der Firma vorbeigefahren.“

„… wir müssen näher zusammenstehen. Wenn die tatsächlich in die Firma fahren, gehen die uns durch die Lappen. Pass auf, nicht das die uns noch sehen und stiften gehen…“

Die Ermittler zogen ihre Positionen näher zusammen.

„Da ist er wieder, wo fährt der hin? Da ist nichts…“

Die Halsschlagader pulsierte. Es konnte jeden Augenblick losgehen. Nur wieso ist er auf dieses Gelände gefahren. Da ist doch nichts.

„… da kommt er, siehst du ihn? Perfekt. Er fährt in die Firma. Lass ihm Zeit…“

Die 3 Minuten wirkten wie Stunden.

„… lass uns rein. Jetzt. Los. Los los los….“.

Der Dieb stand im Materiallager. Sein Blick war starr und fassungslos.

Der Firmeninhaber war nun auch vor Ort. Der Dieb… der Mitarbeiter… versuchte alles zu bestreiten. Doch seine Lage war ausweglos. Die Beweise lagen auf der Hand.

„… ja, bitte kommen sie zu folgender Anschrift. Ja, wir sind Privatermittler und haben gerade Täter auf frischer Tat gestellt. Meine Nummer sehen sie ja. Wir machen uns bemerkbar, wenn wir den Streifenwagen sehen. Danke.“

„… wir müssen warten, die Polizei kommt gleich…“.

Die Firmeninhaber waren dankbar für die Aufklärung, obwohl sie einen bis dato guten Mitarbeiter verloren. Ein guter Mitarbeiter und trotzdem ein Dieb… das Vertrauensverhältnis war gebrochen….

Mietrecht

Gerichtsurteile zum Themenbereich Mietrecht.

Partnerschaft, Familie, Kinder

Gerichtsurteile im Bereich der Kindesentziehung, der Ehescheidung, des Trennungsunterhalts und der Nachehelichen Zahlungen.

Erstattungsfähige Kosten

Gerichtsurteile zu Voraussetzungen der Erstattungsfähigkeit von Detektivkosten.

Krankheitsfälle

Im Bereich der Krankheitsfälle und daraus möglicherweise resultierenden Schadensersatzes gibt es einige Gerichtsurteile.

Wettbewerb

Zum allgemeinen Wettbewerb, Werbefahrten und Testkäufen können Sie hier einige Gerichtsurteile nachlesen.

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